2010 - 154 Jahre Schützenverein
Die Geschicht
 
Der Wiederaufbau nach dem Krieg

Auf dem Schützenplatz sollten allmählich die während des Krieges entstandenen Schäden beseitigt werden, und so wurden 1951 780 junge Bäume im Schützenpark angepflanzt.

1951 erfolgte zum erstenmal in der Geschichte unseres Vereins der Auftakt zum Schützenfest durch einen nächtlichen Fackelumzug vom Schützenplatz zur Ortsmitte. Viele Häuser waren reich illuminiert, und zum Abschluss wurde vor der Kreis-sparkasse der Große Zapfenstreich gespielt.

Beim Schützenfest 1952 "war und ist ganz Horneburg aus dem Häuschen. Neben dem frischen Grün der Girlanden und dem bunten Farbenreigen der Fahnen ist es das Grün der Schützenuniformen, das den Horneburger Flecken nun schon seit dem vergangenen Freitag beherrscht... Ein Volksfest, wie es schöner nicht sein kann." (Stader Tageblatt) Damit das Schützenfest endlich wieder in seinem ganzen Ablauf auf dem Schützenplatz gefeiert werden konnte, wurde 1953 ein 12 x 27 Meter großes grün-weißes Schützenzelt gekauft.

 



Als erster Schützenkönig wurde 1953
Dietrich Stechmann vom Vorsitzenden B. Gerkens
in dem neuen Zelt proklamiert.


Der neue Vorstand 1954
Dr. Bodo Roffmann, stellv. Vorsitzender
Karl Walther, Vorsitzender
Helmut von Bargen, Kassenwart

 
   

Auf der Generalversammlung 1954 trat im Vorstand eine Wachablösung ein. Aus Alters- und Fortzugsgründen legen die bisherigen Vorstandsmitglieder ihre Ämter nieder. Wegen ihrer Verdienste um den Verein wurden Bernhard Gerkens zum Ehrenmitglied und Gottfried Engelke I zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Dem neuen Vorstand gelang es nach langwierigen Verhandlungen, die Festhalle von der Firma Merkens zu kaufen. Die umfangreichen Arbeiten bei der Instandsetzung der grundüberholungsbedürftigen Festhalle wurden bis auf die kostspieligen Dacharbeiten im Spätsommer 1954 abermals im freiwilligen Arbeitsdienst durchgeführt. Unsere Schützenbrüder, die im Besitz von Treckern und Lastkraftwagen waren, fuhren unermüdlich und kostenlos mehrere 100 cbm Kies zur Auffüllung der Festhalle, zur Verstärkung des Deckungswalles am Schießstand und zur Erhöhung und Planierung des Festplatzes heran. Der Festplatz hatte nämlich beim Schützenfest 1954 unter Wasser gestanden und mußte von der Freiwilligen Feuerwehr Horneburg leergepumpt werden. Den Kies stellte unentgeltlich unser Schützenbruder Ludwig Blohm zur Verfügung.

Die Festhalle konnte zu einem angemessenen Pachtzins an eine holzverarbeitende Firma verpachtet werden. Zu den Schützenfesten musste die Festhalle stets so weit wie möglich ausgeräumt werden, so dass uns 1955 schon der größte Teil der Festhalle zum Feiern zur Verfügung stand.

Im Frühling des Jahres 1955 wurden die letzten 10 Schießstände von insgesammt 18 Schießständen hergestellt, so dass bereits im Juni das Bezirksschießen des Bezirksschützenverbandes auf den neuen Ständen durchgeführt werden konnte.

100-jähriges Jubiläumsschützenfest

Zu guter Letzt...

Am Schluss des Blickes in die Geschichte unseres Schützenvereins stellt der Chronist erfreut fest, dass es unter den Schützenschwestern und Schützenbrüdern über die Zielsetzungen des Vereins gegenwärtig keine grundlegenden Meinungsverschiedenheiten gibt. Alle Sparten unseres Vereins von der Kinderkommission, der Jugendabteilung über die Jungschützenabteilung, die Damenabteilung und den Spielmannszug bis zur Schießabteilung, den Hauptleuten und Fahnenträgern werden von verantwortungsvoll handelnden Schützenschwestern und Schützenbrüdern geleitet. Sie sind dabei bereit, auch neue, erfolgversprechende Wege zu gehen.

Alle Majestäten, die in den letzten Jahrzehnten die Königswürde errungen haben, dienten in ihrem Königsjahr mit ihrer ganzen Kraft dem Verein. Bei allen unseren sportlichen und geselligen Veranstaltungen sind es gerade immer wieder die Ehrenmitglieder, die durch ihr großes Interesse und Engagement für den Verein den jüngeren Schützenschwestern und Schützenbrüdern den rechten Schützengeist zeigen.

Wir haben durch die Restaurierung und Erweiterung unserer Festhalle, die Befestigung und Ausgestaltung des Schützenplatzes, die Modernisierung und Erweiterung der Schießanlagen für alle Vereinsmitglieder und unsere Gäste denkbar günstige Vorbedingungen geschaffen.

Bei den Vorhaben des Vereins hat sich das jahrzehntelange gute Verhältnis zum Rat und zur Verwaltung des Flecken Horneburg bewährt und zeigt sich durch vielfältige Hilfen und Unterstützung, die uns gewährt worden sind.

Darum haben wir allen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.